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am 29. Oktober

Keine Förderung wegen 68 Cent

Paul Haschka, Simon Jahn, Manfred Smetana - Spontane Spende für Schwechater Familie

"Keine gute Idee darf an 68 Cent scheitern - erst recht nicht, wenn es um Bildung und Kinder geht. Wenn diese Gefahr trotzdem besteht, hat man Verantwortung zu zeigen", formuliert der GRÜNE Gemeinderat Manfred Smetana die Haltung der gesamten GRÜNEN Fraktion. Seine GRÜNEN Fraktionskollegen Simon Jahn und Paul Haschka assistieren und ergänzen: "Deshalb haben wir gehandelt. Diese 200 Euro sind gut investiert."

Die gute Idee, von der die GRÜNEN Mandatare sprechen: die Schulstartbeihilfe der Stadtgemeinde Schwechat. Die derzeit gültige Regelung wurde im Juni des Vorjahres beschlossen - und soll sozial schwachen Familien helfen. Für den Schulstart und für - oft teure - Schulveranstaltungen gibt es eine Förderung der Stadt im Höchstausmaß von je 100,- Euro.

Nun wurde bekannt, dass eine Schwechater Familie mit insgesamt 4 Kindern, die Mindestsicherung erhält, gemäß den Förderrichtlinien um genau 68 Cent über der festgelegten Betragsgrenze liegt. Das Resultat: es gibt keine Förderung - insgesamt also 200 Euro weniger in der Familienkassa.

Die GRÜNE GR-Fraktion hat darin einen Härtefall gesehen - und spontan gehandelt. Es wurde zusammengelegt - und nun wurde der Betrag von 200 Euro an die Familie übergeben.

Zudem ist den GRÜNEN aufgefallen, dass bei der Festsetzung der förderwürdigen Höchstgrenze des Familieneinkommens keine Anpassung an den Verbraucherpreis-Index beschlossen worden ist. Das soll nun nachgeholt werden. Ein entsprechender Antrag für den Gemeinderat wird vorbereitet.

"In diesem - besonders knappen - Fall sind wir jetzt eingesprungen. Für uns steht fest, dass eine Familie, die Mindestsicherung erhält, auch bei der Schulstartbeihilfe förderungswürdig ist. Wir werden das für die Zukunft reparieren", meinen die MItglieder der GRÜNEN GR-Fraktion einhellig.