Navigation:
am 17. September

Unsachliche ÖVP-Kritik an Kiss+Go vor Schulen

Manfred Smetana, Brigitte Krenn - Appell an ÖVP zu mehr Sachlichkeit

"Man muss sich ernsthaft die Frage stellen: Kann man die neue Führungsriege der Schwechater ÖVP in Sachfragen noch ernst nehmen? Die jüngsten Wortmeldungen und Aussendungen lassen berechtigte Zweifel daran zu", kommentiert der GRÜNE Gemeinderat Manfred Smetana das Agieren der Schwechater ÖVP im Zusammenhang mit der Einführung der Kiss+Go-Zonen im Bereich der Schulen in Schwechat und Rannersdorf.

Da reklamiert die ÖVP die Idee der Kiss+Go-Zonen zwar für sich (was - nebenbei bemerkt - nicht stimmt), kritisiert andererseits aber das Handeln der Stadtregierung. Besonders auf die in diesen Fragen besonders engagierte GRÜNE Vize-Bürgermeisterin Brigitte Krenn hat es die ÖVP abgesehen.

Die Kritik der ÖVP ist bizarr: Die Kiss+GO-Zonen seien "zu weit weg" und "zu unsicher", außerdem "zu wenig schön", schreiben Stadtparteiobmann Anton Imre und GR Alexander Edelhauser in einer Aussendung.

Dazu die Fakten (am Beispiel der Schulen in der Ehrenbrunngasse): Die Kiss+Go-Zonen in der Franz-Schubert-Straße und am Hauptplatz sind ca. 150 und 200 Meter vom Schuleingang entfernt. Sie wurden gezielt dort angelegt, wo auf den letzten Metern zur Schule keine Straße überquert werden muss. Das bietet ein Höchstmaß an Sicherheit. Gleichzeitig sollen damit möglichst viele Autos vom unmittelbaren Schulbereich ferngehalten werden.

Ein bizarres Detail am Rande: Der Kiss+Go-Kritiker Anton Imre wohnt mit seiner Familie 300 Meter von der Schule in der Ehrenbrunngasse entfernt, lässt es sich aber nicht nehmen, seinen Sprössling regelmäßig mit dem Auto bis vor die Schule zu bringen. Dabei "eröffnet" er meist seine eigene private Kiss+Go-Zone - indem er schlicht und einfach auf dem Gehsteig hält, um sein Kind aussteigen zu lassen. Dieses muss dann die Fahrbahn queren, um zur Schule zu gelangen. So ein Verhalten beeinträchtigt jedenfalls einen reibungslosen Verkehrsfluss und die Sicherheit im Schulbereich.

"Wir appellieren an die Protagonisten der ÖVP, wieder zu mehr Sachlichkeit zurück zu kehren. Das "Erfinden" von Problemen bringt keine Lebensqualität für die Schwechater Bevölkerung", meint GR Manfred Smetana abschließend.