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am 5. Oktober

Keine Video-Überwachung von öf­fent­lichen Plätzen

Peter Pinka, Ljiljana Markovic - GRÜNE gegen überzogene Kontrollen

Der Forderung der ÖVP, eine Video-Überwachung am Kellerberg und anderen Bereichen einzuführen, erteilen die GRÜNEN eine klare Absage. "Eine Video-Überwachung auf Grund vereinzelter Vandalismusfälle ist mehr als überzogen," so GRÜN-Gemeinderat Peter Pinka. "Wir kennen die Situation am Kellerberg sehr gut. Hier treffen sich gern Jugendliche, da im Schwechat Stadtgebiet sonst nicht viele geeignete Treffpunkte vorhanden sind." 

Darum haben sich die GRÜNEN (allen voran Stadträtin Ljiljana Markovic) auch stark dafür eingesetzt, dass im Stadion Rannersdorf die ehemalige Platzwartwohnung als Jugendraum und Treffpunkt umgebaut wurde. Gleichzeitig wurde die mobile Jugendarbeit im gesamten Stadtgebiet ausgebaut, um Konflikte zu entschärfen. Dafür wurden zusätzliche Stützpunkte montags, donnerstags und freitags zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr im Schwechater Jugendhaus etabliert, sowie mittwochs in der Stadionwohnung. 

Zweifelsohne sollen Regeln im öffentlichen Raum weitestgehend eingehalten werden. Jugendtypische Aktivitäten im öffentlichen Raum stoßen bei Erwachsenen häufig auf Ablehnung und führen zu Konflikten und Beschwerden. Dennoch steht Kindern und Jugendlichen immer weniger "freier" Raum für kinder- und jugendadäquates Freizeitverhalten zur Verfügung.

"Derartig isolierte Aktionen – wie eine Videoüberwachung - erhöhen die Frustration aller Beteiligten und lösen mit Sicherheit keine Konflikte", kommentiert die GRÜNE Stadträtin Ljiljana Markovic.  "Wenn ich aber an die Hundekot- und die Müllproblematik entlang unserer Schwechater Gehsteige, Spielplätze und Straßen denke, darf nicht alles den Jugendlichen zugeschoben werden. Vielmehr braucht es mehr Rücksicht und gegenseitige Akzeptanz der verschiedenen Generationen und Nutzergruppen - und es braucht auch positive Vorbilder", ist GRÜN-Stadträtin Markovic überzeugt.

"Die ÖVP will mit den Ängsten der Bevölkerung spielen. Aber eine Gruppe an Jugendlichen, die sich am Abend am Kellerberg trifft, stellt sicher keine Bedrohung dar. Deshalb ein klares NEIN zu einer Video-Überwachung am Kellerberg", schließt GR Pinka.