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am 1. Dezember

Parkplatzdruck aus Simmering steigt

Brigitte Krenn - Parkplatzbewirtschaftung nur mit Bürgerbeteiligung

Ja, es ist spürbar und sichtbar: Die Einführung des Parkpickerls in Simmering hat Auswirkungen auf die Situation in Schwechat bei und rund um die Bahnstationen. „Das überrascht mich nicht, da Schwechat Kernzonengrenze ist. Es ist deshalb attraktiv für PendlerInnen, erst in Schwechat auf die Öffentlichen Verkehrsmittel Richtung Wien umzusteigen“, stellt die GRÜNE VBGM Brigitte Krenn fest. „Die von uns  in Auftrag gegebene Studie empfiehlt: die Situation unter Beobachtung halten, aber entsprechende Maßnahmen vorbereiten."

Die Stadtregierung führt mit ÖBB und Land NÖ Gespräche zur Verbesserung der Situation bei der S7-Schnellbahn. Mehr sichere Radabstellanlagen, Bewirtschaftung des P+R Kaiserebersdorf, mögliche Ausweitung des P+R Schwechat sind Inhalt der Gespräche, die jetzt in der Konkretisierung sind.

Zu einer Verbesserung der Verkehrssituation in Schwechat gehört jedoch ein umfassendes Maßnahmenpaket, welches schon lange von den GRÜNEN in Schwechat und auch auf Landesebene gefordert wird:

+ Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs in der Region mit einer dichteren Taktung der Busse und Züge für Pendler

+ Attraktive Tarife (365-Euro-Ticket für NÖ) oder eine Kernzonenausweitung (zumindest bis zur S7-Station Mannswörth)

+ Dichtere Taktung der S7 zwischen Flughafen und Wolfsthal für Pendler

+ Ein echter Viertelstundentakt für die S7 – Bevorzugung des Pendler-Verkehrs vor dem „Luxus-Projekt“ CAT (der wegen hoher Ticketpreise wenig genutzt wird - und deshalb die Pendler-Züge der S7 mit Touristen voll sind)

+ Einführung der 24-Stunden-Parkuhr für den P+R Kaiserebersdorf mit entsprechender Kontrolle (damit die Dauerparker und „Flughafenparker“ fern bleiben)

„Ziel ist, dass die PendlerInnen schon in ihrem Heimatort mit Öffentlichen Verkehrsmitteln abgeholt werden“, fordert Krenn.

In Simmering wird die Ausweitung des Parkpickerls auf den gesamten Bezirk überlegt. Damit wird der Parkdruck in Schwechat weiter erhöht. Schwechat ist ja zudem eine „Einpendler“-Stadt, weil wir hier sehr viele Arbeitsplätze haben. Es triff also nicht nur Pendler, die vorrangig über Schwechat nach Wien weiter fahren, sondern auch jene, die in Schwechat arbeiten!

"Welche Modelle kann es für Schwechat geben und wie wirken sich die auf verschiedene Nutzergruppen aus? Für eine Erweiterung der Kurzparkzonenverordnung, in welcher Form auch immer, müssen die BürgerInnen mit einbezogen werden“, stellt Krenn abschließend fest.