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am 18. November

SCHWECHAT ist nicht der Parkplatz der Region!

Brigitte Krenn - GRÜNE: Wir brauchen einen "Regionalen Öffi-Aktionsplan".

Schon vor der Einführung des Parkpickerls in Simmering war die Situation bei den Park+Ride-Anlagen in Schwechat und Kaiserebersdorf prekär. Jetzt ist noch eine Verschärfung hinzugekommen: „PendlerInnen beklagen sich darüber, dass schon um 06.50 Uhr kein Parkplatz mehr zur Verfügung steht“, schildert die GRÜNE Vize-Bürgermeisterin Brigitte Krenn die Situation.

Simmering überlegt jetzt die Ausdehnung des Parkpickerls auf den gesamten Bezirk. Nutzten schon bisher zahlreiche Wien-PendlerInnen Schwechat zum Umstieg vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr, so wird sich dann die Situation in Schwechat weiter verschärfen. „Viele PendlerInnen aus NÖ und auch aus dem Burgenland fuhren bisher nach Simmering, um auf die U3 umzusteigen. In Schwechat beginnt die Kernzone 100 und mit einer Ausweitung des Parkpickerls auf den gesamten 11. Bezirk wird eine weitere Verdrängung nach Schwechat passieren“, befürchtet Krenn. „Es braucht einen länderübergreifenden Aktionsplan, um den Pendlerverkehr nach Wien zu organisieren!“ fordert VBGM Krenn ein geplantes und kooperatives Vorgehen aller Beteiligten ein.

Ein leicht umsetzbarer Schritt ist die Einführung einer 24-Stunden-Parkuhr bei der Station Kaiserebersdorf der S7 so wie bei der Haltestelle Schwechat. Damit wird Parkraum für PendlerInnen frei, weil der Platz dann für Flugreisende nicht mehr nutzbar ist.

Eine weitere Forderung ist die Schaffung von sicheren und ausreichenden Radabstellplätzen bei den  Bahnhöfen. „Hier ist die Stadtgemeinde Schwechat in Gesprächen mit der ÖBB und dem Land NÖ. Hier muss endlich etwas geschehen, damit jenen, die gerne mit dem Rad fahren, dies auch ermöglicht wird“, hofft Krenn bald auf eine entsprechende Umsetzung.

Dringend müssen auch die Öffentlichen Verkehrsverbindungen in der Region verbessert werden. „Ziel ist, dass PendlerInnen bereits in ihren Heimatgemeinden auf Öffentliche Verkehrsverbindungen umsteigen. Dazu braucht es mehr Busanbindungen in den einzelnen Gemeinden und auch einen attraktiven Tarif. Das 365-Euro-Ticket für ganz NÖ, wie es die GRÜNEN schon seit Jahren fordern, würde für viele PendlerInnen den Umstieg auf Öffentliche Verkehrsmittel erleichtern“, stellt VBGM Brigitte Krenn abschließend fest.